Auf dem One Piece - Strong World könnt ihr euch mit anderen Fans über brandaktuelle Fakten austauschen. Ebenso verfügt das Forum über ein RPG, in dem ihr die Welt von One Piece erkunden könnt - allein, mit einer Crew oder euren besten Freunden! Zögert nicht, andere User oder unser Team um Rat zu fragen, wenn euch etwas auf dem Herzen liegt.
Der East Blue wird als das Schwächste aller Weltmeere angesehen, das durchschnittliche Kopfgeld der hier ansässigen Piraten ist das niedrigste unter den Blues. Dennoch stammt der ehemalige König der Piraten aus diesem Meer.
Charakter Doriki: 500 Bounty/Rang: 10.000.000 Dazu posten?: Vorher nachfragen
Do Okt 27, 2011 9:47 pm
~Welch Typen~ dachte sich Hazibel als sie endlich das wohl ersehnte Shellstown erreichten. Doch was war das? Überall waren teilweise Marine Schiffe...Hazzi konnte sich nun langsam denken wo sie war. Sie war wohl oder übel in einem Pott voller Fische gelandet, und sie war der Harken andem später alle knabbern wollen. ~ Nix is... ~ dachte sie sich.
Charakter Doriki: 665 Bounty/Rang: 1.500.000 Dazu posten?: Vorher nachfragen
Di Nov 01, 2011 7:45 pm
out: Post vergessen^^"
cf: Shelltown Hafen
Es war ein ruhiger Tag auf See und der Wind lag regelrecht in den Segeln wodurch es nicht lange dauern würde bis Lestat Loguetown erreichen würde. Den Kapitän des Schiffes konnte der Siebzehnjährige zwar nicht sonderlich leiden aber aufgrund dessen das dieser mit der Steuerung des kleinen Schiffs beschäftigt war kam er ihn sowieso nicht vor dir Augen so dass eine recht angenehme Fahrt wurde. Der Junge lag also auf dem Deck und betrachtete den Himmel während er sich ab und zu mal einen Schluck aus seiner Sakeflasche genehmigte.
Charakter Doriki: 1.000 Bounty/Rang: 15.000.000 Berry Dazu posten?: Vorher nachfragen
Do Nov 03, 2011 11:50 pm
<-- Shellstown Hafen
Es dauerte gar nicht so lang, bis die Gruppe den Hafen endlich hinter sich ließ. Auf dem offenen Meer kam auch langsam stärkerer Wind auf, weshalb Azuka nun das Segel löste, sodass der Typ den sie mitgenommen hatten nicht länger rudern müsste. War in seinem Zustand sowieso sicher nicht besonders gesund, aber das war der Piratin im Moment eigentlich auch egal. Nach getaner Arbeit ließ sie sich wieder auf die hölzerne Sitzbank des schwankenden Bootes fallen, und starrte den Weißhaarigen eindringlich an. Erst nach ein paar Sekunden meldete sie sich wieder mit einer verdammt wichtigen Frage zu Wort: »Wie heißt du eigentlich?« Ja, das sollte sie doch wenigstens wissen, wenn sie ihn hier mitnahm! Nach dem ganzen Ärger war das doch das Mindeste, was sie von ihm erfahren sollte. Außerdem interessierte es sie wirklich. Sie wollte ihn nicht ewig mit "du" ansprechen - zwar plante sie auch nicht, ewig in seiner Nähe zu bleiben, aber fürs erste könnte so eine Info echt nicht schaden. Währenddessen blieb Eve überraschend ruhig. Für den momentanen Frieden an Bord sicher förderlich.
°~°~°~°~°~°~°~°~°
Zuletzt von Azuka am Di Jan 03, 2012 8:41 pm bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
Gast
Gast
Do Nov 03, 2011 11:59 pm
Cf: Shellstown - Hafen
Selbst in einiger Zeit noch sollte dieser Moment ihre Erinnerungen nicht verlassen. Der Moment, in dem sie zugetreten hatte. Der Moment, in der sie ihren Hass freigelassen hatte, der Moment in dem sie sich ausnahmsweise selbst vergaß und einfach nur so brutal handelte, wie noch niemals zuvor. Schließlich hatte sie noch nie in ihrem Leben daran gedacht einem anderen Menschen sein Leben zu nehmen. Die Gründe dafür waren aber auch gravierend gewesen. Dieser Dreckskerl hatte es doch tatsächlich gewagt ihre Kleider zu beschmutzen und auf ihrer Persönlichkeit herum zu trampeln. Das ließ sie einfach nicht mit sich machen! Und so hatte sich Eve dazu entschieden zuzutreten und diesem Kerl ein für alle Mal eine Lektion zu erteilen, die er niemals vergessen würde. Sie wollte seine Knochen zertreten so heftig, wie sie es nur konnte! Sie wollte ihn zertreten und fertig machen, dafür hatte sie sich entschlossen! Doch gerade als sie sich ihrem Hass für diesen Kerl hingegeben hatte, bemerkte sie wie ihr Bein auf etwas auftraf, was nicht dem entsprach, was sie erwartete. Der zornige und hasserfüllte Blich schwand, als sie auf einmal dieses Mädchen vor sich erblickte, dieses Mädchen mit den roten Haaren, welches ihre Arme überkreuzt hatte und auf diese Weise dazu fähig gewesen war ihren stärksten Kick abzuwehren! Das aber sollte es nicht einmal sein, was sie da gerade schockierte, sondern viel mehr die Tatsache, dass sie es versuchte! Ihr Mund klappte sich auf und ihre Augen wurden immer größer bei diesem unglaublichen Anblick. Dieses Mädchen, sie hatte gerade ihren Tritt aufgehalten, nur um diesen Kerl zu retten? Nein…das war es nicht…es war viel mehr die Tatsache, dass die Lady soeben zugetreten hatte und dabei auch noch ihre Freundin getroffen hatte. Diese blinde Grausamkeit, das war es, was sie in diesem Moment am meisten schockierte! Als das Mädchen dann auch noch diese Worte aussprach, kamen die Tränen wieder, doch dieses Mal kamen sie still. Sie sah sie als Freundin? Wirklich? Schon lange nicht mehr hatte es jemanden gegeben, der das ausgesprochen hatte! Schon lange hatte sich jemand getraut dies zu ihr zu sagen! Schon lange hatte es keinen Menschen mehr gegeben, der sie so sehr gemocht hatte! Ja, viele Menschen hatte sie in ihrem Leben kennen lernen können, doch keiner hatte sie bisher als einen echten Freund angesehen, oder es ausgesprochen. Lange war es her, seitdem man sie derart bezeichnet hatte. Doch jetzt war es so weit, eine Person, die sie schon von Anfang an als Freund erachtet hatte, betrachtete sie auch als einen solchen! Die Freude wäre groß gewesen, doch die Trauer darüber sie gerade getreten zu haben war nur noch größer. Dieser Moment würde sich wirklich für eine ganze Weile in ihren Kopf einbrennen…
Im nächsten Moment war sie jedoch nicht sonderlich aufmerksam, als sich der Fremde bei ihr entschuldigte. Es schien ihr eigentlich vollkommen egal zu sein und das war es auch irgendwie, denn im Moment war ihr Herz einfach nur berührt! Sie konnte es einfach nicht fassen, wie jemand solche Worte zu ihr sprechen konnte! Sie konnte es einfach nicht verkraften! Ihr Herz pulsierte immer stärker und die Tränen drangen immer weiter aus ihren Augen heraus. Zuerst war es nur Trauer gewesen, doch dann wandelte es sich um in Freude! Sie war froh darüber endlich einen Freund gefunden zu haben, einen echten Freund, der sie bei sich haben wollte! Diese Freundschaft war es, welche sie in diesem Moment zu bewegen wusste. Es brachte sie sogar dazu all das Leid, welches sie eben noch verspürt hatte einfach zu vergessen. Vielleicht mochte sie heute etwas verloren haben, aber dafür hatte sie etwas bekommen, was denn wirklich weitaus besser war! Sie hatte einen echten Freund gefunden, einen Gefährten von dem sie sich nicht mehr trennen wollte! Nein, sie durfte ihre Zeit nicht mit Hass oder Gewalt verschwenden, sie durfte ihr Leben jetzt nicht einfach aufgeben, sie musste weiter leben und vorankommen! Und das an Seite von Azuka! Dennoch entschied sie sich am Ende dazu auch diesem komischen Kerl ein wenig Freundlichkeit entgegen zu bringen, damit es nicht wieder zu solchen Vorfällen kommen sollte. Natürlich, sie mochte ihn nicht, doch darüber musste sie wohl für den Moment einfach hinwegsehen, da Azuka ihn zu mögen schien! Und wenn sie ihn mochte, dann würde auch Eve sich wohl dazu durchringen müssen mit dem Kerl auszukommen. “Kein Ding, wir haben wohl beide etwas übertrieben. Lass uns noch Mal von vorn anfangen, ok?“, meinte sie es nur mit einem freundlichen Lächeln, wobei sie ihm sogar noch ein wenig freundlich zuzwinkerte. So leicht es ihr nach außen hin auch zu fallen schien sich auf einmal wieder zu ändern, so schwer fiel es ihr im Inneren. Sie mochte ihn nicht und das hatte auch so ziemlich seinen Grund gehabt und dennoch versuchte sie es erneut diesen Mann kennen zu lernen und mit ihm auszukommen. Nicht etwa für sich, sondern einzig und alleine für ihre Freundin! Welch ein Opfer! Nur würde sie es denn bereuen? Na ja, eine Lady bereute nichts, wenn sie es für jemanden tat, der ihr wirklich am Herzen lag! So würde sie auch das nicht bereuen, niemals! Doch sollte er Mist bauen, dann würde sie es sein, der sich um ihn kümmern würde!
Und dann kam der große Moment: Azuka sollte den beiden ihr mächtiges Schiff präsentieren, von dem sie schon zuvor erzählt hatte. Das Schiff mit dem sie die See vor hatte zu bezwingen! Das Schiff, welches ihr einen ungeheuren Namen in der gesamten Welt einbringen sollte. Das Schiff um das sich tausende von Legenden ranken sollten. Ein Schiff, welches einer großen mächtigen Piratin würdig sein sollte, einer Piratin wie sie es war, oder werden sollte! Sofort steigerte sich Eve dort hinein, denn sie hielt Azuka wirklich für eine beeindruckende Person und glaubte wirklich, dass es sich bei ihrem Schiff um eine echte Legende handeln sollte. So konnte sie es auch wirklich nicht erwarten es endlich zu erblicken. Sie versuchte ja sogar selbst heraus zu finden, welches der edlen Schiffe im Hafen es denn war. Doch keines schien ihr gut genug, alle waren langweilig und nicht passend zu dem kleinen Rotschopf dort vor ihr. Allen fehlte etwas, doch alle besaßen etwas Eigenes. Was also sollte das legendäre Schiff dieser Piratin sein? Welches sollte sie nutzen, um damit die See zu bezwingen? “Das da?“ Sie konnte es kaum fassen! Das kleine Ding dort hinten sollte also das Schiff von Azuka sein? Das sollte alles sein, was sie nutzen wollte um damit die See zu überqueren? Nun, da hätten nun wirklich nicht alle Kleider drauf gepasst, die die Lady so zu bieten hatte. Darauf hätte ja bestimmt nicht einmal einer der Koffer Platz gefunden, da diese einfach viel zu groß waren. Mit drei Leuten sollte es ja schon recht eng werden, doch mit drei Leuten und Koffern. Vielleicht waren die Umstände wohl doch gar nicht so schlecht. Widersetzen an Bord zu gehen wollte sich die Blondine sowieso nicht. Es war ihre einzige Chance von der Insel zu kommen, also entschloss sie sich auch dazu diese zu akzeptieren, so schwer sie auch darunter leiden musste. Manchmal musste eine Lady eben etwas aufs Spiel setzen, so wertvoll es auch für sie war. Manchmal musste sie einfach gehen lassen, denn nur so konnte sie am Ende fähig sein etwas Neues zu gewinnen. Auch wenn sie also unreif zu sein schien, sie war auch dazu fähig solch einen erwachsenen Entschluss zu fassen wie diesen jetzt. Lediglich eines gefiel ihr daran nicht: Sie sollte rudern! Niemals! Das wäre wirklich viel zu schlecht für ihre Hände und besonders für ihre Finger! Sie würde ja nur darunter leiden! Immerhin waren es ihre Hände, die sie als ihren größten Schatz erachtete und auch ihre Hände waren es, die so empfindlich waren, dass sie schon bei der kleinsten Verletzung geschwächt wurden. Zu ihrem Glück war es nur, dass sie nicht rudern musste, denn als sie das Boot betreten hatten, übernahm dieser Fremde sogleich die Führung und begann zu eilen, während sie sich auch noch etwas Gutes ausdachte, wodurch sie sich selbst hinaus reden konnte. Es war ein einfacher Trick, den sich die Lady da gerade ausgedacht hatte: Sie schloss ihre beiden Augen nun ganz einfach, lehnte sich zurück und schlief ein, wobei sie leise nur schnarchte. Es sollte eine Art Schönheitsschlaf sein, den sie aber auch brauchte, nach diesem schweren Abschied. Mit einem verträumten Lächeln auf ihren Lippen drückte sie ihren finalen Abschied an ihre Kleider aus, an ihre Schätze. “Auf Wiedersehen…ihr alle…“, entwich es ihr nur leise, während sie weiterhin dort zurück gelehnt saß und vor sich hin zu schlummern schien. Im Moment war es ihr ja sogar egal wohin es denn als nächstes ging…Hauptsache in ein Abenteuer…
Charakter Doriki: 1700(1730) Bounty/Rang: 25.000.000 Dazu posten?: Vorher nachfragen
Fr Nov 04, 2011 12:07 am
<-- Shellstown Hafen
Sie wollte anscheinend den Namen des Jungen Piraten wissen, was wohl auch angebracht war. Zumal auch Azuka und Eve sich ihm nicht vorgestellt hatten so konnte er dies sicherlich vorerst tun. Nur womit sollte er jetzt genau anfangen? Er erinnerte sich daran, was ihm sein Vater mal zu seinem Namen gesagt hatte, als er noch ein kleiner Junge war. "Siehst du die Sterne dort..." meinte Nair und deutete mit einem Finger auf ein Gebilde am Firmament. Es klang beinahe so, als hätte er in diesem Moment eine sanfte ruhige und fröhliche Stimme, was wohl damit zu tun hatte, dass er an seinen Vater dachte während er sprach. "Der hellste Stern dort oben, trägt meinen Namen...mein Vater war ein Navigator und hat sich mit Hilfe der Sterne orientiert... ein Kompass hat er nie gebraucht...Al Nair...so heiße ich" während er den Namen sprach, klagen diese Worte eher etwas traurig und leiser. Es war eine starke Verbindung die er zu seinem Vater getragen hat und er war das letzte, was er sich hat nehme lassen. Sein Blick wurde etwas trüber und er blickt hinab zurück aufs Meer an Azuka vorbei. Ohne ihr oder Eve noch eines Blickes zu würdigen, er war nicht mehr wirklich traurig. Nein er war Enttäuscht von sich selbst, denn damals hätte er die Gelegenheit gehabt zu fliehen, bevor sich sein Vater für ihn geopfert hatte. Zumindest müsste Azuka diese Antwort vorerst ausreichen, während er langsam weiter ruderte. Es war gut, dass sich Eve und Nair vorerst versöhnt hatten, denn in dem Moment hätte er wohl kaum Lust gehabt sich zu streiten. Natürlich war er sich nicht im klaren, ob Eve sich für seinen Namen interessierte, oder beiden zuhörte in ihrem Schlaf- Was bedeutete, es Eve den auch? Anscheinend war Nair für sie eh kaum von Bedeutung.
Charakter Doriki: 1.000 Bounty/Rang: 15.000.000 Berry Dazu posten?: Vorher nachfragen
Fr Nov 04, 2011 1:02 am
Neugierig schaute Azuka empor in den Nachthimmel, als der junge Mann hinauf deutete. Der hellste Stern... Was für ein wundervoller Himmel. Der dunkelblaue Saum war gesprenkelt von lauter hell leuchtenden und glitzernden Sternen. Die Rothaarige hauchte leise aus, während sie einen Moment lang in diesem wunderschönen Anblick. Deswegen liebte sie die Nacht. Nein, es war nicht die Nacht, es war der Himmel. Am Tag erstrahlte er in einem tiefen Blau. Die Farbe der Harmonie, der Zufriedenheit und Ruhe. Die Farbe der Unendlichkeit, der Freiheit. Am Abend und am Morgen flammte er auf und bot sein wunderbarstes Farbenschauspiel dar, und die Nacht verwandelte er in magische Stunden mit seinem Glitzern und Funkeln. Selbst bei einem Unwetter war er einfach nur beeindruckend, wenn auch auf andere Art und Weise. Er machte den Menschen klar welche Macht er über sie hatte. Er konnte sie manipulieren mit seinen Launen. Ja, Azuka war absolut begeistert von diesem Firmament. In ihren Augen spiegelte sich der Nachthimmel ab, in den sie so gern versinken würde. Er war ihr höchstes Ziel, denn der Himmel stand für Freiheit, und genau die wollte sie erlangen, mit allen Mitteln. Das liebte sie auch den Wind so sehr, und das war auch die Inspiration für ihre bisher am häufigsten genutzte Technik. Sie wollte hoch, so hoch wie möglich. Und stieß dabei doch immer wieder an ihre Grenzen. Doch irgendwann würde sie es schaffen, da war sie sich ganz sicher. Das war ihr Traum... sie würde bis ganz nach oben gelangen, den Himmel erklimmen, die ganze Welt. Sie fand es wundervoll, dass jemand sein Kind nach dem hellsten Stern am Nachthimmel benannte. Der hellste Stern... die rothaarige Piratin brauchte nur einen Moment, bis sie ihn fand. »Al Nair...«, wiederholte sie, fast ehrfürchtig. Man merkte ihr an, wie beeindruckt sie vom Anblick des Nachthimmels und der Tatsache war, dass ihr Gegenüber nach etwas so Wundervollem benannt worden war. »Das ist ein wundervoller Name.« Langsam wandte sie ihren Blick vom Nachthimmel ab, um den Jungen vor sich anzuschauen. »Du musst einen tollen Vater haben, wenn er dir so einen Namen gibt. Ich wette du bist ihm superwichtig.« Das... "er war ein Navigator" in seinem Satz schien sie gar nicht richtig mitbekommen zu haben. Oder dachte sich einfach nichts dazu, jedenfalls ging sie nicht davon aus, dass der Vater des Mannes bereits verstorben war. Auf äußerst unschöne Art und Weise noch dazu. »Also, Al«, begann sie nun gleich. Natürlich entschied sie sich für eine kürzere Version seines Namens. "Al Nair" war ja auch so viel umständlicher als einfach nur "Al"! Außerdem würde ihn das schon nicht stören. »Wieso wurdest du von der Marine abgeführt? Und woher hast du die Verletzungen? Das wollte ich dich schon von Anfang an fragen, aber du wurdest ja erst geknebelt und bist dann eingeschlafen...« Azuka warf einen kurzen Blick an Al vorbei, auf die schlummernde Schauspielerin. Schließlich hatte sie ihn geknebelt, wenn auch nicht mit böser Absicht. Oder vielleicht doch, ganz so sicher war sich das Mädchen da gar nicht... Denn richtig einschätzen konnte sie Eve noch immer nicht. Ebenso wie Al. Vorhin war purer Zorn aufgekommen, so, wie er ihre Freundin behandelt hatte. Allein seine Stimme... der Tonfall, in dem er sprach. Er hatte sie rasend gemacht. Noch weit wütender, als man es ihr ansah. Noch jetzt konnte Azuka es spüren, wenn sie nur daran dachte... Sie konnte wirklich nicht gut mit diesem Gefühl umgehen, es war in ihrem Leben schon immer ein Problem gewesen. Wie oft hatte sie anderen Kindern die Nase gebrochen, den Arm? Wie oft hatte sie Dinge zerstört, weil sie diese rohe Wut nicht kontrollieren konnte? Sie hatte wirklich etwas getan für den Namen, den man ihr gab. "Akuma no Azuka". Ein Dämon, ein wütender, tobender Dämon. Inzwischen konnte Azuka sich schon besser kontrollieren, aber es war immer noch schwierig... in manchen Situationen. Man mochte es ihr nicht ansehen, doch ihre Wut verlieh ihr zerstörerische Kräfte. Sie konnte wirklich gefährlich werden. Und sie hatte das Gefühl, dass es bei diesem Al ähnlich war. Eben noch diese Stimme, und nun... nun weckte seine Stimme eher das Bedürfnis in ihr, mit ihm zu sprechen, einfach so. Er wirkte gleich viel sympathischer. Sie mochte ihn natürlich trotzdem nicht. Nein, so einfach war das bei ihr nicht! Er ihre Freundin bedrohen und dann so... Aber jeder hatte eine zweite Chance verdient, oder nicht? Deswegen sprach sie mit ihm. Und aus Neugier, natürlich. Azuka war nun einmal neugierig, und wenn sie schon mit ihm herum segelte, wollte sie auch mehr über ihn erfahren. Vielleicht hatte er ja wirklich etwas Spannendes zu erzählen! Azuka liebte die Erzählungen von Abenteuern und Geschichten aller Art. Sie waren ebenfalls ein Grund dafür, dass sie um die Welt reisen wollte. Abenteuer erleben... Abenteuer wie diese, von denen die größten und bekanntesten Persönlichkeiten berichteten. Sie wollte Schätze finden und Rätsel aufdecken, sie wollte kämpfen und jede Menge Leute kennen lernen. Sie wollte wachsen - im Geiste hauptsächlich, wenngleich sie einem kleinen Wachstumsschub ebenso wenig entgegen zu setzen hätte- und all das an der Seite ihrer besten Freunde. Freunde, die sie noch finden musste, und dafür wollte sie sich zunächst Zeit lassen. Sie wollte keine vorschnellen Entscheidungen treffen, sondern die Richtigen finden, die, mit denen sie ihre ganze Reise verbringen wollte. Ob Eve eine dieser Personen war? Um ehrlich zu sein, Azuka wusste es noch nicht. Die Zeit sollte es zeigen... bald, bestimmt. Und wie sah es nun mit diesem Al aus? Hastig ergänzte sie ihre Frage, bevor er auf die Idee käme, ihr nichts weiter als eine langweilige, knappe Antwort zu geben. »Wenn du von der Marine abgeführt wurdest, heißt das doch sicherlich dass du ein Verbrecher - ich meine, ein Pirat bist, oder?« Verbrecher und Pirat waren bei ihr tatsächlich nicht ein und dasselbe. Sie selbst war Piratin um frei zu sein. Das sah leider nicht jeder so. Neugierig beendete sie ihre Fragereihe nun aber, und wartete auf die Antwort von Al Nair. Sie ließ ihn keinen Moment lang aus den Augen während sie sprach, nicht etwa, weil sie ihm misstraute. Nein, sie war einfach nur unglaublich gespannt darauf, was er zu erzählen hatte! Für sie war seine Person überaus interessant. Wenn er ein erfahrener Pirat war... Jemand, der schon viel herum kam! Das wäre ja so großartig! Sie könnte so viel erfahren!
°~°~°~°~°~°~°~°~°
Gast
Gast
Fr Nov 04, 2011 4:12 pm
Sie schien wirklich zu schlafen, als sie dort lag. Sie rührte sich ja nicht einmal mehr, atmete nur laut und das mit einem leichten Schnarchen. Sie schlief eben immer so, auffällig und laut, wie man es von ihr kannte. Selbst wenn sie einmal nicht auf einer Bühne stand, dann war sie so, selbst dann, wenn sie es nicht zu wollen schien. Vielleicht war es aber auch so, dass sie es wirklich wollte? Nein, wohl eher nicht. Solche Geräusche waren einfach nicht das, was man von einer Lady erwartete! Eine Lady hatte, wenn sie schlief ruhig dort zu liegen, zart zu sein und dafür zu sorgen, dass sich ein Mann bei diesem Anblick einfach nur in sie verliebte! Eine Lady durfte unter keinen Umständen auch nur eine solche Sache machen! Und doch war es nicht zu vermeiden. Und wenn Eve davon hörte tat sie meist so, als würde sie nichts darüber wissen. Wie konnte sie denn auch? Sie konnte sich ja selbst nicht beim Schlafen hören! Gab es überhaupt einen Menschen, der dazu fähig war? So lag sie also weiterhin dort und gab die Klänge von sich, bis sie irgendwann immer leiser wurden und gar aufhörten. Vielleicht hatte sich das, was das Schnarchen verursacht hatte ja verzogen! Vielleicht gab es keinen Schleim mehr, sondern nur noch einen freien Atem! Vielleicht hatte sie nun endlich das Tor ins Reich der Träume gefunden? Man konnte nur spekulieren, was es denn genau war, schließlich gab es keine Möglichkeit in den Kopf einer anderen Person einzusehen. Na gut, es gab gewisse Teufelsfrüchte, doch die hatte wohl keiner an Bord des großen und mächtigen Schiffes der Akuma no Azuka! Keiner der drei besaß solch ein Talent. Wie denn auch? Sie alle waren sowieso viel zu dumm, als dass sie dazu fähig wären es richtig einzusetzen, selbst der Fremde Kerl dort. So klug, wie er auch immer sein wollte, es mangelte ihm in Eves Augen noch an sehr vielem Wissen, welches er sich bestimmt erst in einer ganzen Weile holen würde. Zudem konnte sie ihn eh nicht leiden, weshalb sie hoffte er würde auf ewig dumm bleiben. Ja, sie hatte ihm zwar vergeben und wollte einen neuen Start mit ihm wagen. Dennoch blieb auf ewig all das, was geschehen war fest in ihrem Hinterkopf verankert. Sie würde, egal wie sehr sie sich auch bemühte, niemals vergessen, was dieser Kerl gesagt und getan hatte. Sie würde niemals den Hass vergessen, den sie in jenem Moment verspürt hatte. Sie konnte ihn nur tief in ihrem Kopf verbergen, hinter schönen und zugleich traurigen Erinnerungen, wie dem Abschied von ihrer Vergangenheit. Neue Kleider würde sie sich gewiss zulegen, doch niemals würde sie die vergessen, die sie dort auf Shellstown zurück gelassen hatte, denn immerhin hatte sie ihr ganzes bisheriges Leben damit verbracht jene zu sammeln. So hoffte sie nun auch darauf schon bald eine neue Insel zu finden, damit sie die ersten neuen Klamotten kaufen konnte. In dem, was sie momentan trug konnte sie sich ja sowieso nicht mehr blicken lassen, so dreckig war es schon!
Auch wenn sie nach außen hin zu schlafen schien, so war die Stille kein Anzeichen davon. Nein, sie war in Wahrheit wach! Und weil sie eben wach war konnte sie jedes der Worte mithören, die die beiden miteinander wechselten, nur auf den geeigneten Moment wartend sich endlich einzumischen, denn ansonsten wollte sie nicht wirklich etwas sagen, nicht in Gegenwart dieses Mannes, mit dem sie zuvor noch diesen kleinen Streit gehabt hatte, der beinahe zwei Leben gekostet hätte. Das seine und, was wohl um Welten schlimmer gewesen wäre ihres. Sie lauschte dem, was dieser Verrückte so verträumt über die Sterne sprach. Gerne hätte sie sie gesehen, doch dafür hätte sie ihre Augen öffnen müssen und sich selbst preisgeben müssen. Sie kannte den Himmel aber dennoch genug. Viele Jahre schon hatte sie ihn betrachtet und sich jeden der tausenden von Sternen dort oben eingeprägt, sodass vor ihrem Inneren Auge nun einfach ein Abbild dieser entstand. Sie genoss diesen Anblick und setzte ein leichtes, beruhigtes Lächeln auf. Ja, die Sterne besaßen wirklich eine ziemlich beruhigende Eigenschaft! Eine Eigenschaft, die einen allen Schmerz und all das Leid dieser Welt vergessen lassen konnte. Sie wollte nicht mehr an die schlimmen Dinge, die passiert waren, denken, sondern nur noch an den freien Flug im Himmel, wie in ihrem Traum an diesem Tage heute. Erst jetzt erfuhr sie den Namen des Kerls. Al Nair war in ihren Augen schon ein seltsamer Name, doch er hatte einen besonderen Klang. Wenn man dann noch den Zusammenhang und den Grund dafür bedachte musste einem der Name wirklich gefallen. Manche Menschen waren wirklich mit einem tollen Namen und viel Liebe gesegnet. Eve hingegen hatte dies niemals spüren können, denn früher hatte sie keinen tollen Namen tragen dürfen. Edgar nannte man sie! Das war ein hässlicher Name, ein schrecklicher Name! Sie mochte ihn überhaupt nicht! So konnte man vielleicht einen alten Mann nennen, aber keine Lady! Vor allem keine moderne Lady. Es war aber dennoch ein Name, den sie angenommen hatte, ein Name, der ihr heute noch etwas bedeutete. Manchmal sprach sie mit ihm, mit Edgar, den Überresten ihrer männlichen Seite. Immerhin bedeutete ihr auch dieser Teil von ihr noch etwas. Zudem war es der Name ihres Urgroßvaters, eines Mannes, der wirklich bewundernswert gewesen war, bis zu seinem Tode hin, der leider nicht so toll war. Man trauerte in der Familie ja noch heute über diesen armen Kerl, erwähnte ihn ja noch heute in traurigen Reden, so als würde er niemals vergessen werden, wie ihre Klamotten, die sie zurück gelassen hatte. Doch auch sie trauerte ab und an um ihn. Schließlich war er toll gewesen. »Du musst einen tollen Vater haben… « Das Mädchen konnte froh sein es nicht verstanden zu haben, was Al gesagt hatte. Sie lobte den Vater dieses Kerls, auch wenn es eigentlich gar keinen Sinn mehr ergab. Eve hatte es verstanden, was er gemeint hatte, sie hatte die Worte genau erkannt. Dumm war sie immerhin nicht und wenn sie sich Mal konzentrierte, dann war sie dazu fähig andere Menschen zu verstehen. So viel lernte man schließlich als Schauspieler: Man konnte sich gut in andere hinein versetzen, damit man so perfekt eine Rolle annehmen konnte! Sie konnte es auf jeden Fall. Sie war eine Person, die jede andere Person auf der Welt werden konnte. Sie konnte jeden spielen und zu jedem werden, wenn man es ihr befahl. Sogar einen 75 Jahre alten Rentner sollt sie schnell darstellen können. Natürlich auf ihre eigene außergewöhnliche Art und Weise, wie man es von der begnadeten Eve Valentine erwarten sollte. So verstand sie auch diese Aussage, blieb aber dennoch ruhig. Es war niemals gut so etwas anzusprechen, auch das hatte sie gelernt. Al Nairs Vater war wohl tot, oder er hatte ihn auf andere Weise verlassen. Sie kannte diesen Schmerz irgendwoher, auch wenn er wohl nicht ganz so intensiv sein sollte. So war es wohl ungefähr für sie und ihre Klamotten gewesen. Ein großer Verlust von etwas, was man jahrelang gehabt und geliebt hatte. Da kam es ihr plötzlich in den Sinn: Vielleicht sollte auch sie einmal wieder ihre Eltern kontaktieren. Immerhin war es schon einige Jahre her, seitdem sie das letzte Mal einen Brief geschickt oder erhalten hatte. Vielleicht sollte auch sie sich davon vergewissern ob es ihnen gut ging. Vielleicht sollte es auch einmal wieder gut sein mit ihrer Mutter und ihrem Vater Worte auszutauschen. Irgendwann konnte es ja zu spät sein. Na gut, sie hatten sich wenigstens immer sehr gut miteinander verstanden, sogar an dem Tag, an dem Eve die kleine Insel verlassen hatte. Es war ja sogar ein trauriger Abschied gewesen, aber ein großer Schritt zugleich. Sie akzeptierte das ganze zwar, dennoch sollte es gut sein sich irgendwann wieder zu melden. Schöne Worte an die Familie konnten einfach durch nichts ersetzt werden, auch nicht durch Freunde. Vielleicht würde sie dann auch nicht so kalt werden wie dieser Nair – ja beide Kurzbezeichnungen gefielen ihr für ihn recht gut. Auf der nächsten Insel würde sie ganz bestimmt etwas verfassen. Einen langen Brief über die Dinge, die geschehen waren, die Dinge, die sie vor hatte und auch über die neue Freundschaft, die sie auf der See geschlossen hatte. Irgend so etwas würde sie schon verfassen, nur damit sie dieses Band niemals zerstören sollte. Es war schließlich das wichtigste Band, welches sie geschlossen hatte.
Letztendlich entschied sie sich dann doch aufzuwachen. Zuerst entwich ihr ein lautes Gähnen, welches schon beinahe ansteckend sein müsste. Ihr Mund ließ sich dabei so weit öffnen, dass man da sicherlich schon einen ganzen Apfel reinstecken konnte! Sie hatte eben wortwörtlich eine große Klappe und stand auch dazu! Danach rieb sie sich auch schon die Augen, die sie dann langsam öffnete. Direkt fiel ihr Blick auf den Nachthimmeln, nur damit sie überprüfen konnte, ob sie sich auch alles richtig vorgestellt hatte. Nach außen hin schien sie ihn auf jeden Fall zu bewundern, was sie auch tat! Es war wunderschön, besonders vom Meer aus! Daraufhin blickte sie auch schon hinab ins Wasser, nur um dann die Spiegelung des Himmels erkennen zu können. “Einfach traumhaft…“, entwich es ihr nur ruhig, gepackt von der Begeisterung für dieses Schauspiel, welches sich ihnen hier auf hoher See bot! Sie musste träumen! Nein, selbst in ihren Träumen hatte sie niemals etwas so Schönes sehen können. Sie war begeistert, beinahe ja schon verliebt! Das übertraf die Aussicht in Shellstown, diesem kleinen Kaff, wirklich um Längen! Wie ein kleines Mädchen saß sie also dort, während sie aus dem Staunen gar nicht mehr heraus kam! Wundervoll, grandios, großartig! Die Worte gingen ihr erneut aus, wie üblich eben! Es war einfach zu perfekt für sie, als dass sie es noch schildern konnte. Das Erste, was sie dann vernahm war die Frage Azukas! Sie wollte also wissen, ob er denn ein Pirat sei. War das denn nicht offensichtlich? Nun, Eve entschied sich Al Nair diese Erklärung abzunehmen, damit sie auch sogleich Teil des Gespräches werden konnte! “Ich denke das sollte klar sein! Er hier ist ein Pirat! Warum denn sonst sollten sie Nair dort festgenommen haben und ihn auch gleich zur Basis gebracht haben? Die Marine würde bei einem Kleinkriminellen doch keinen so großen Aufriss machen! Er muss bestimmt sogar ein gesuchter Pirat sein! Aber selbst wenn er es nicht war, als sie ihn geschnappt hatten. Jetzt wo er mit uns beiden unterwegs ist, muss er ja einer sein! Schließlich sind wir ja auch Piraten, Azuka-chan! Und wer mit Piraten herum läuft ist auch ein Pirat, oder eine Geisel…na ja, wie eine Geisel sieht er ja nicht aus!“ Viel zu viel war es wieder einmal, was Eve dort schilderte, doch sie hatte eben all ihre Gedanken wieder einmal in Worte gefasst und somit einfach nur laut gedacht. Sie hatte ja nicht einmal realisiert, wie sie gerade den Namen des Kerls gesagt hatte. Im Endeffekt aber war es ihr sowieso egal. Dann sollte er eben wissen, dass sie mitgehört hatte. Was hatte er denn schon davon? Er vertraute ihr ja sowieso nicht. Nachdem sie dann auch schon fertig gesprochen hatte wurde sie wieder ganz still. Das Bedürfnis zu reden war dennoch die ganze Zeit über vertreten. Irgendetwas musste sie ja noch sagen! Es gab immerhin zugenüge, was sie sagen konnte! Wenn sie schon wach war musste sie auch irgendwie alle Augen auf sich richten, irgendwie! Sofort überlegte sie auch schon, was sie erzählen sollte. Nur gab es wieder einmal nichts, was sich als wirklich geeignet bezeichnen ließ. Na ja, fast nichts! “Wisst ihr eigentlich wie viel ein ECHTES Schiff kostet? Oder wo man so etwas bekommen kann? Immerhin braucht es ja eines um richtig voran zu kommen!“ Es war klar, dass sie diese Sache früher oder später einmal ansprechen musste. Die Enttäuschung, die sie nach dieser Überraschung verspürt hatte war doch immer noch ziemlich groß. Bei einer Piratin hatte sich Eve schließlich ein gewaltiges Schlachtschiff vorgestellt und nicht etwa so ein kleines Bötchen, mit dem man ein wenig über die See schippern konnte. Mit einem echten Schiff fiel man zwar viel mehr auf, doch man sollte ja auch einmal als Pirat ernst genommen werden, oder etwa nicht!? Ja, deshalb würde Azuka wohl bald ein Neues brauchen. Und gekauft waren sie ja auch meist besser, als jene, die man einfach so von irgendwelchen Leuten stahl. Die waren dann immerhin auch gebraucht!
Charakter Doriki: 1700(1730) Bounty/Rang: 25.000.000 Dazu posten?: Vorher nachfragen
Fr Nov 04, 2011 6:01 pm
Al Nair war ein wenig in Gedanken versunken, als er seinen Namen vorhin ansprach. Schon zuvor an diesem Tage hat er sich viel zu Oft an den Tod seines Vaters erinnert und all diese Gefühle kamen wieder hoch. All diese Wut, dieser Zorn und die Verzweiflung die sich seit Jahren in ihm aufgestaut hat. Es war wie eine Folter für ihn, diese Vergangenheit mit sich zu schleppen, viel schlimmer als jede Behandlung durch Eve. Azuka kannte womöglich nicht diese Art von Leiden, diesen Schmerz der einen dazu bringt die Welt zu verfluchen und in jedem etwas schlechtes zu sehen. "Wichtig genug das er sich für mich geopfert hat..." hörte man den jungen Piraten leise sprechen, als er weiterhin aufs Meer hinausblickte. Er konnte in diesem Moment nicht Wütend sein, auch wenn er es nur zu gerne wäre. Den er wusste er konnte ihnen keine Schuld geben, im Grunde waren sie sogar gänzlich unschuldig. Unwissenheit war manchmal ein Segen und ein Fluch zugleich nicht wahr? Die Frage was er nun eigentlich war, brachte den Piraten wieder zurück ins Diesseits. Nur Eve hatte sich anscheinend von ihrem Schlaf entrissen und übernahm sozusagen das Antworten für ihn. "Das ist wahr, auch wenn ich mich nicht freiwillig zu diesem Leben entschlossen habe, doch denke ich, dass mein Leiden euch nicht interessiert" ergänzte er, um ihnen auch ein wenig klar zu machen, dass er selbst nicht gerne darüber Sprach. Würde er die Möglichkeit gehabt haben alles zu vergessen, hätte er sich nichts anderes gewünscht. Nur war dies für ihn zu Spät, die Rettung seiner Seele, den Hass, die Verachtung, das Leiden, es war alles schon verankert in ihm. Erlösung suchte er schon lange nicht mehr, genauso wenig wie Vergebung. Sein Traum bestand einzig und allein darin dieser Welt, ihr eigenes Leid, ihr eigenes Gesicht ihre eigene Wahrheit zu offenbaren.
°~°~°~°~°~°~°~°~°
You will never find hot shit like mine!
Zuletzt von Al Nair am Fr Nov 04, 2011 9:15 pm bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
Charakter Doriki: 1.000 Bounty/Rang: 15.000.000 Berry Dazu posten?: Vorher nachfragen
Fr Nov 04, 2011 9:12 pm
Überrascht wanderte Azukas Blick an Al vorbei und hinüber zu Eve, als diese plötzlich zu sprechen begann, nachdem der Weißhaarige leise etwas gemurmelt hatte, auf das sie gar nicht mehr eingehen konnte. War ja klar, dass die Schauspielerin nicht lang still bleiben könnte. Davon hielt sie scheinbar nicht einmal Müdigkeit ab. Nun, ihre Antwort war leider ganz und gar nicht das, was Azuka hören wollte. Dass er wahrscheinlich wirklich ein Pirat war, war ihr von Anfang an klar gewesen, ganz so blöd war das Mädchen dann doch nicht. Natürlich was es toll die Bestätigung dessen zu hören, aber das war nur die Hälfte dessen, was sie hatte erfahren wollen. Und selbst die nächsten Worte von Al warfen bloß noch mehr Fragen auf! Azuka seufzte, ließ ihren Oberkörper zurück und auf den Holzboden des Bootes fallen. Mit hinter dem Kopf verschränkten Armen schaute sie hinauf in den Sternenhimmel. »Stimmt, dein Leid interessiert mich nicht.« Gab sie bloß zurück, die Stimme ebenso monoton wie den Blick in die Nacht. »Ich will deine Geschichte hören, nicht dein Leid.« Hielt er das etwa für ein und dasselbe?
°~°~°~°~°~°~°~°~°
Gast
Gast
Fr Nov 04, 2011 11:06 pm
Leid und Schmerz. Das waren Dinge, die Eve nicht wirklich etwas interessierten. Na gut, es interessierte sie dann, wenn es denn Menschen widerfuhr, die sie gern hatte. Al Nair war jedoch keiner dieser Menschen. Es war viel mehr ein Mensch, den sie überhaupt nicht ausstehen konnte. Wie denn auch? Er war ein unfreundlicher Mensch, schlimmer als man es ihr in all den Geschichten über Kriminelle je erzählt hatte. Zudem schien er auch noch etwas in seiner Vergangenheit zu tragen, womit er es rechtfertigen wollte. Sie hasste es, wenn man sein böses und schlechtes Verhalten auf so etwas zurück bezog! Man konnte doch auch ganz anders werden und das auch noch obwohl man einst solche Dinge hatte durchmachen müssen! Eve hatte da ja auch schon viele getroffen auf hoher See. Viele hatten ein schreckliches Schicksal erlebt und dennoch hatten sie sich dazu entschieden weiter zu machen mit ihrem Weg und etwas Gutes zu tun, wobei sie keinen Fehler gemacht hatten, oder sonst etwas. Niemals also würde sie verstehen, wie man dann so werden konnte wie dieser Kerl hier. Vermutlich weil sie einfach zu viel Gutes in den Menschen sah, viel mehr Gutes als in diesem Fremden! Er war schlecht, bis aufs Mark! Er hatte schließlich keinerlei Rücksicht gegenüber anderen Menschen gezeigt! Er hatte ihre Kleider ja auch noch beschmutzt! Hatte es gewagt zu meinen, dass Kleider mehr wert waren als Menschenleben und er hatte sie auch noch bedroht. Er war böse, böse! Andere Worte, die diesen Kerl beschreiben konnten kamen ihr erst gar nicht mehr in den Sinn. Sie wollte auch nicht wirklich wissen, weshalb es so gekommen war, auch wenn es stets gut war über das Leben einer anderen Person bescheid zu wissen. Vielleicht würde sie so wenigstens lernen diesen seltsamen Kerl einzuschätzen! Vielleicht würde sie so dazu fähig sein zu erkennen, ob dieser komische Kerl ihnen überhaupt etwas antun könnte. Immerhin wussten sie ja nicht einmal das!
Ja, irgendwie klang er schon beinahe wie ein schlechter Schauspieler, der auf der Bühne nur alle Aufmerksamkeit auf sich richten wollte! Irgendwie klang er nicht wirklich überzeugend, eher so als wäre es eine Geschichte, wie man sie eben erwartete. Er schien ja sogar schon dafür bereit zu sein den beiden all seine Leiden zu schildern. Es war doch sicherlich auch noch alles so geplant! Danach sollten sie dann Mitleid haben, während sie dem, was er zu verfassen hatte lauschten. Sie kannte das ganze Prinzip schon zu gut, hatte es schon an die hundert Mal selbst auf der Bühne erlebt und sich jedes Mal gelangweilt! Es war eben klischeehaft! Zudem konnte sie bestimmt schon die halbe Geschichte deuten, bevor er überhaupt nur zum ersten Wort kommen konnte! Es entwich ihr nur ein herzhaftes Gähnen, welches auf wirklich provokante Weise gelangweilt klang, als Azuka auch schon tiefer nach der Geschichte jenes Mannes bohrte. Wie vorhersehbar das doch alles war! Sie hatte es ja bereits geahnt und somit schwand auch schon ihre Aufmerksamkeit, die sie diesem Thema gegenüber verspürte. “Pudding…wenn ich wenigstens noch Pudding hätte…“, murmelte sie es leise vor sich hin, während sie sich zurück lehnte und ruhig die Sterne betrachtete. Ja, sie vermisste ihren Pudding! Pudding war jetzt wohl genau das Richtige, um sich von diesem Thema hier etwas abzulenken. Sie kam sich ja schon beinahe neugierig vor, so als wäre auch sie in die Showbiz Falle getappt! Immerhin war auch sie ein wenig eingelockt die Geschichte doch zu hören, so sehr sie sich im Kopfe auch dagegen zu sträuben versucht hatte. Es ging einfach nicht anders. Entspannt saß sie dort, während sie weiterhin an Pudding dachte. An den pinken, der nach Erdbeere schmeckte! Toller Pudding, einfach wundervoll! Am liebsten hätte sie jetzt ein Löffelchen davon, oder noch besser: Einen ganzen Becher! Sie sehnte sich danach! Das Verlangen wurde einfach groß und wuchs immer größer. Pudding war immerhin etwas, was man nicht jeden Tag bekam auf hoher See. Deswegen hatte sie sich auch einst einen Vorrat angelegt, doch der war leider schon weg. Jetzt brauchte sie einen Neuen! Aber wo sollte sie den her bekommen? “Auf einer anderen Insel vielleicht…wir kommen ja immerhin schon ziemlich voran…und Geld hab ich auch noch genügend. Ja, da könnte doch was drin sein…Pudding ist immerhin doch niemals richtig teuer…“ Was die beiden anderen so gerade besprachen war im Moment vollkommen egal, denn das Interesse daran musste den Gedanken an Pudding weichen! Ja, Pudding war sowieso viel besser als irgendwelche alten Geschichten, die einen nur traurig machen sollten. Pudding war viel mehr und viel besser als das. Es war eben einfach nur Pudding!
Kurz und laut schrie ihr Magen danach, dann war wieder Ruhe. Immer noch saß sie dort und betrachtete die Sterne verträumt. Der Pudding war mittlerweile nicht mehr das einzige in ihrem Kopf, nein vieles kam noch dazu! Sie dachte über Schokostreusel, Karamellsoße und noch andere Zutaten nach, die man drauf tun konnte. Danach ging sie über zum Honig und den mythologischen Honigramen, die sie einst gegessen hatte! Dann fiel ihr auch noch der Schokoladenreis ein und der Gummibärenbrei! Es war alles irgendwie traumhaft! All diese Gerichte hatte sie in ihrem langen Leben zubereiten können und auf all diese hatte sie gerade Lust bekommen! Sie sehnte sich zurück nach all dem, was sie gerne verspeiste und doch gab es davon an Bord des Schiffes gar nichts! Was hatten sie denn überhaupt noch an Proviant hier an Bord? Das wusste Eve ja eigentlich gar nicht! Azuka hatte es ihnen bisher nicht mitgeteilt. Sie hatte ja nicht einmal auf ihre Frage zuvor geantwortet! Sofort als Eve diese Frage in den Sinn kam, schwang sich ihr Oberkörper nach oben, woraufhin sie den Kapitän des Bootes direkt ansah! Das Feuer, welches in den Augen der Lady brannte schien recht bestialisch zu sein! Doch noch bevor sie auf irgendeine Weise wütend etwas aussprechen konnte, plusterte sie nur ihre Backen auf, was sie ein wenig wie ein Kugelfisch wirken ließ. Doch noch bevor sie auch nur etwas sagen konnte, entfiel es ihr auch sogleich wieder! Sie vergaß einfach das, was sie soeben an den Rotschopf richten wollte. Vollkommen verpeilt blickte sie daraufhin erneut in den Himmel, während sie wie üblich ihren Zeigefinger an die Unterlippe legte. “Ääääähm!“, entwich es ihr nur lautstark, unter der Bemühung den Gedanken zurück zu bekommen, den sie soeben verloren hatte. Was war es nur gewesen, was sie sagen wollte?
Charakter Doriki: 1700(1730) Bounty/Rang: 25.000.000 Dazu posten?: Vorher nachfragen
Sa Nov 05, 2011 1:35 am
"Du willst meine Geschichte hören?" fragte Nair etwas verwundert darüber, dass Azuka sich anscheinend dafür interessierte. Schon komisch das ganze in diesem kurzen Moment fühlte sich Nair ein wenig beachtet. Es war nicht etwas, dass er sich wirklich von anderen wünschte, aber es fühlte sich dennoch gut an. Wer mochte es, denn nicht wenn sie jemand für einen interessiert, aber hier war die ganze Angelegenheit auch ein wenig Tricky. Würde er nun den beiden davon erzählen was ihm widerfahren ist? Azuka wollte es wohl wissen, vielleicht würde sie ihn dann auch endlich verstehen. Nair überlegte wo er genau anfangen sollte, denn das Thema war ihm immer noch unangenehm. "Ich komme aus dem Königreich Briss, das im Soutblue liegt. Ich war dort bis zu meines siebzehnten Lebensjahr auf dem Hofe tätig. Der König lässt, bis auf Diener und Soldaten nur den Adel wichtige Tätigkeiten und Berufe ausführen. Mein Vater war auf der Flotte des Königs als Navigator tätig. Weil meine Mutter nicht von Adel war, durfte man nicht herausfinden, dass ich der leibhaftige Sohn meines Vaters gewesen bin sonst wäre sein Ruf und auch seine, oder besser gesagt unsere Zukunft verloren. Ich wurde somit als Adoptivsohn akzeptiert, Einige Jahre Später wurde ich zum persönlichen Leibdiener der Königs Tochter ernannt, etwas was ich wohl noch bis heute bereue. Über die Jahre die ich für sie gedient habe, haben wir uns zu lieben gelernt, doch es war eine Liebe die wir nie hätten nachgehen können. An dem Tage ihrer Hochzeit musste ich dastehen und zusehen, wie sie den Sohn eines Generals heiratete. In diesem Moment habe ich mein Schicksal selbst besiegelt... Nair stoppte kurz, da er sich nicht sicher war ob seine Geschichte bis jetzt überhaupt noch Einklang bei den beiden fand. Kurz nach der kleinen Atempause schloss und öffnete er wieder seine Augen wieder um weiterzusprechen."...ich verlange nicht, dass ihr nun meine Tat versteht doch in diesem Moment konnte ich nicht anders. Meine innere Stimme hat mich einfach nicht mehr in Ruhe gelassen, also habe ich mir sie gepackt und mit einem Messer bedroht. Ich wollte mit ihr verschwinden, dass wir irgendwo leben könnten ohne mit dieser Lüge zu leben. Nur klappt alles nicht so, wie man es haben will, man hat mir in die Rücken geschossen, doch die Kugel die für mich bestimmt war, durchbohrte mich und...traf...sie..,.ich wurde in den Kerker gesperrt für ein Jahr und man hat dann meine Hinrichtung geplant. Mein Vater wollte mir mit einer Teufelsfrucht zur flucht verhelfen, aber selbst nach dem verzehr fühlte ich immer noch diese Leere, die mich dazu brachte nachzudenken, warum sollte ich weitermachen? Ich hatte sie verloren und vielleicht wäre mein Tod, die Erlösung von meinem Leid. Ich dachte mir, dass ich durch meinen Tod wieder mit ihr vereint wäre...auf Ewig...dann am Tag meiner Hinrichtung, wo ich von einem Kugelhagel sterben sollte. Durch die selben Waffen, die mir auch Lillian nahmen. Ich hatte mich schon beinahe abgefunden mit meinem Schicksal, meine Seele wäre wohl damit befreit gewesen. Kurz bevor ich hörte wie du Gewehre feuerten und ich den Schmerz der Kugeln hätte spüren sollen, trat mein Vater vor mich und opferte sich...er starb weil er meinen Tod nicht mit ansehen konnte...seine letzen Worte...ich sollte mein Leben nicht vergeuden, es täte ihm Leid, dass es soweit kam... § am liebsten hätte Nair in dem Moment geweint, aber ihm war nicht dazu zu mute viel eher baute sich wieder Wut in ihm auf. Zorn, dass ihn wohl nicht in Ruhe lassen würde. Er versuchte sich aber erst einmal zu kontrollieren, während er weiter sprach."...bei seinem Tod, hatte ich nun endgültig alles verloren...dieser Schmerz...dieses Leiden...als würde ich innerlich brechen und splittern...in diesem Moment konnte ich nicht mehr klar denken, also befreite ich mich und rannte...wie ich entkommen bin weiß ich nicht mehr...an diesem Tag war alles für mich gestorben, nur noch ich war da mit diesen Kräften die man mir geschenkt hat." Nair blickte nun auf seine beiden Hände die er vor sich, wo sich gleichzeitig nun seine Kräfte bildeten in einer weißen Kugel. um seine Hände. Er wollte den beiden nun etwas demonstrieren, wobei er nun eine Hand kurz zur Seite schlug und ein Teil der Luft bzw der Atmosphäre zu zerbrechen schien. Dabei entstand nun ein kleines Beben, dass eine Welle verursachte, die das Boot ein wenig zum schwanken brachte. Womöglich würden die beiden jetzt wohl, darauf kommen wer für die Erschütterungen in Shellstown verantwortlich war. " Ich habe einfach eingesehen, dass die Menschheit sich nicht um dein Wohlergehen schert, sie erkennen deinen Leid und Schmerz nicht, niemand vermag mitfühlend zu sein. Sie wollen kein Leid in ihrem Leben haben, weder eigenes noch das von anderen. Jeder verschließt die Augen, lacht und denkt nicht an morgen...nur wer selbst wahren Schmerz kennt, wer alles verloren hat...nur dann kann er Einsicht zeigen...wie es bei mir war...den ich sehe nun alles klar...ich lebe nun diese Wahrheit, die mich zu diesem Menschen gemacht hat. Erst wenn ich dieser Welt ihre Illusion geraubt habe...erst wenn ich gezeigt habe, was Leiden ist...erst wenn die Menschheit Einsicht zeigt...erst dann werde ich wahrlich erlöst sein von meiner persönlichen Illusion" nun blickte er zu Eve, da die vorherige Situation ein wenig seine Worte wiederspiegelte, die er ihr damals gesagt hatte. "Deshalb konnte ich es nicht ertragen...nicht ertragen zu sehen wie du dieser Kleidung soviel Bedeutung geschenkt hast...wie du einem Objekt zu deiner ganz persönlichen Illusion machtest...es tut mir Leid, dass ich so handelte, doch das ist mein Weg..." die Worte klangen diesmal zwar nicht wütend, aber anscheinend ernst und waren auch voller Ehrlichkeit. Er hatte seinen Weg, mit solchen Dingen umzugehen. Er war kein Mensch, der alles akzeptierte er wollte Veränderung und dies setzte er Notfalls auch mit Gewalt durch. Eve hatte einach den falschen Zeitpunkt erwischt. "Ich verlange nicht von euch, dass ihr mich versteht, aber meine Aufgabe ist mir vorbestimmt...ich habe diese Kräfte vom Schicksal erhalten um die Welt zu verändern...selbst wenn ich dabei sterben sollte...mir wäre es, dass mehr als Wert, denn nur dann wäre ich frei...und ist, dass nicht was wir Piraten...nein wir Menschen alle sein wollen? Frei?" seine letzen Worte klangen Sanft und eher fröhlich, beinahe so als würde er sich dies erträumen und herbei sehnen.
Charakter Doriki: 1.000 Bounty/Rang: 15.000.000 Berry Dazu posten?: Vorher nachfragen
Sa Nov 05, 2011 6:06 pm
Ehe Azuka die Geschichte von Al Nair zu hören bekam, traf sie noch der rasende Blick der Schauspielerin Eve - den sie jedoch, da sie sowieso am Boden des Bootes lag und gen Himmel schaute, gar nicht wirklich bemerkte. Hauptsache das würde ihre Wut nicht schon wieder aufflammen lassen, so viel würde das Segelboot nämlich sicher nicht aushalten! Sie irritierte nur das Gerede der Lady über Pudding... was sie jedoch so schnell wie möglich zu verdrängen versuchte, da ihr im selben Moment einfiel, wie viel Proviant sie noch hier hatte. Gar keinen nämlich...
Schweigend wollte die Piratin nun der Geschichte des Mitreisenden lauschen. Konnte länger werden... aber sie hatte ja danach gefragt. Adel, König, Hof, ... Das waren alles Dinge, von denen die Rothaarige nicht besonders viel verstand - noch weniger als von so viel anderem. Sie selbst war in einem kleinen abgelegenen Dorf aufgewachsen, auf einer kleinen Insel voller Grün. In der Nähe hatte es noch eine Stadt mit etwas reicheren Bürgern gegeben, doch einen König... an sowas konnte sie sich nicht erinnern. Vielleicht auch ganz gut so, denn sonderlich sympathisch wirkten Könige schon nach dem ersten Teil der Geschichte nicht. Man durfte nicht herausfinden dass Al der leibliche Sohn war... was für ein elender Schwachsinn! Missbilligung machte sich in der Miene des Mädchens breit, doch sie hörte weiter zu, Die Geschichte nahm eine ziemlich heftige Wendung. Das Mädchen das Al einst liebte, eine Prinzessin noch dazu, starb, er wurde eingekerkert und später verlor auch sein Vater sein Leben... Ziemlich scheiße, so eine Vergangenheit. Doch Azukas Miene regte sich nicht, ihr Blick blieb weiter gen Nachthimmel gerichtet. Al war schließlich noch nicht fertig. Diese Kräfte? Richtig, die Teufelsfrucht! Was er damit wohl alles anstellen konnte? Die Antwort lieferte der Pirat ihm gleich, ohne dass sie später neugierig noch einmal nachfragen müsste. Azuka schaute zu ihm hinüber, zu seinem Schlag, und richtete sich gleich erschrocken auf, als sie sah und spürte was er da anrichtete. Wow... nicht schlecht. Beben? Wie zuvor in Shellstown?? Ziemlich gefährliche Sache...! Doch der überraschte Blick des Mädchens wich bald einem nachdenklichen - ja tatsächlich! - als Al weiter sprach. Was redete er da...? Die Rothaarige begab sich in den Schneidersitz, und schwieg eine Weile, selbst nachdem Al bereits fertig war mit seiner Geschichte. »Das ist so dumm!«, kam es plötzlich von ihr, und sie funkelte ihn wütend an. »Vorbestimmt? Schicksal?? Das ist doch so ein Blödsinn! Ich glaub nicht an so einen Mist. Du hast nicht das Recht zu entscheiden was Illusion ist, und was Wahrheit, das hat keiner!« Er würde sich wahrscheinlich kaum von ihren Worten beeinflussen lassen, doch ihre Meinung würde Azuka nicht für sich behalten. »Dein Bild von den Menschen ist echt armselig...« Wie konnte er sie nur alle über einen Kamm scheren!? Das ging ihr total gegen den Strich, und das sah man ihr auch an! »Das gefällt mir ganz und gar nicht...« Zerknirscht ließ sie sich wieder auf den Boden des Bootes sinken, die Arme erneut hinter ihrem Kopf verschränkt. So ein verdammter Blödsinn...
°~°~°~°~°~°~°~°~°
Gast
Gast
Sa Nov 05, 2011 6:58 pm
Je mehr Eve über Pudding nachdachte, desto bissiger wurde ihr Magen und je bissiger ihr Magen dann auch wurde, desto mehr musste sie über Pudding nachdenken! Es war ein verdammter Teufelskreis! Das Leid, welches sie im Moment wieder verspürte war groß, natürlich war es das, schließlich gab es an Bord des Schiffs keinen Pudding! Gab es denn überhaupt etwas an Bord? Sie sah sich kurz um und entdeckte nicht wirklich etwas. Es war einfach viel zu klein, als dass man hier noch etwas anderes haben konnte als drei Menschen, die einfach nur dort hockten und darauf warteten endlich eine Insel zu erreichen. Eine Insel wäre jetzt wirklich das Beste! Eine Insel auf der es Pudding gab, wäre dann noch die Steigerung und eine Insel auf der es Designerläden und Pudding gab war die Perfektion selbst! Ja, solch eine Insel wünschte sie sich! Eine Insel auf der sie alles bekommen konnte, was ihr Herz begehrte! Eine Insel auf der es zudem noch alles billig sein sollte, machte das Wunschbild komplett! Schnell versank sie in Träume und Fantasien von solch einer Insel, einer Insel auf der sie glücklich sein konnte. Ihre Augen schlossen sich einen Moment später sogar noch, nur damit sie es sich noch besser vorstellen konnte. Ja, es konnte so schön sein, wenn sie auf solch einer Insel landeten! Eve würde die Läden stürmen und kaufen, was sie eben gerade greifen konnte, während sie nebenbei auch noch den vielen Pudding verspeisen durfte, nach dem sie sich die ganze Zeit so sehr gesehnt hatte. Voller Freude würde sie die Zeit dort verbringen und genügend Proviant für die weitere Reise mitnehmen. Wenn der Platz dann nicht ausreichen sollte, würde eben jemand von Bord fliegen. Bei dem Gedanken schielte sie kurz hinterlistig zu Al herüber, der ja auch noch da war. Ja, er war ersetzbar! Azuka hätte ja sowieso nichts dagegen für Proviant ein Opfer zu bringen, oder etwa doch? Vielleicht sollte Eve es ja Mal auf der nächsten Insel ansprechen. Aber zuerst mussten sie eine Insel erreichen! Bestimmt gab es hier ja auch schon bald eine, irgendwo am Horizont! Voll von Begeisterung richtete sich die Blondine auf und ließ ihren Blick hinaus aufs Meer wandern, wo sie alles genau absuchte, nach einer einzigen kleinen Insel. Die Enttäuschung war noch viel größer, als sie nichts sah, nichts außer Wasser und noch viel mehr Wasser! “Nichts…überall nur Wasser…“, stellte sie es lautstark und ziemlich niedergeschlagen fest, als sie hinaus in die Weiten der See blickte. Es gab an diesem Ort hier wirklich gar nichts! Ach, gar nichts war ja gar kein Ausdruck! Es gab weniger als Nichts! Niedergeschlagen ließ sie ihren Oberkörper über den Rand des Bootes hängen und blickte in das Wasser. Sie musste wohl noch eine ganze Weile hungern! Noch eine ganze Weile würde es keinen Pudding geben und noch eine ganze Weile keine teuren Klamotten. Das war doch nicht fair! Warum musste die Welt auch zu 90% aus Ozeanen bestehen!?
All das Leid und der Schmerz, den sie in diesem Moment verspüren musste gingen ihr aber auf die Nerven! Sie wollte es nicht! Und genau deshalb hatte sie sich auch schon zu einer Sache entschlossen: Sie würde sich einfach noch eine viel schlimmere Geschichte anhören, wie die von diesem Kerl, der gerade mit den beiden Damen unterwegs war. Vielleicht würde wenigstens die sie auf andere Gedanken bringen. Außerdem gab es sowieso nicht viel, was man an Bord des Bootes machen konnte, von daher. So sperrte sie ihre Lauscher auf, als der Pirat zu erzählen begann, während sie mit ihrem Oberkörper weiterhin von Bord hing und die eigene Spiegelung im Wasser betrachtete. Kein Ton war es mehr, der sie in diesem Moment verließ. Sie lauschte einfach nur den Geräuschen der Wellen und seiner Stimme, welche eine perfekte Resonanz zu bilden schienen. Es war beruhigend, auch wenn es diese Geschichte, die er da erzählte wohl eher weniger war. Die Geschichte, die Nair da erzählte war wirklich wie aus einem Roman. Er war ein unehelicher Sohn von einem Mann, der am Hofe eines Königs diente, verliebte sich in eine Prinzessin und all das, was man eben erwartete. Es war eine Geschichte, die schon von Anfang an nicht sonderlich toll klang. Es war eine Geschichte, die einfach nur Negativ vom Anfang bis zum Ende war. Natürlich hatte es auch glückliche Momente gegeben. Diese schienen jedoch sehr knapp zu sein. Allgemein schmerzte es Eve das ganze zu hören. So wenig, wie sie diesen Kerl auch mochte, er hatte es nicht verdient, niemand hatte solch ein Schicksal verdient. Es baute sich Mitgefühl in ihr auf, wie man es eben von einer Lady erwartete. Sie versuchte den Schmerz sogar zu verstehen, indem sie sich einbildete, dass sie an seiner Stelle wäre. Sie bildete sich ein er zu sein. Er, der er all das durchmachen musste, was sich in dieser Geschichte ereignete. Sie bildete sich alles so ein, als würde sie gerade diese Rolle auf einer großen Bühne spielen.
“Vollidiot!“, entwich es ihr wütend, als sie sich schlagartig aufrichtete, was das Boot sogar noch ein wenig zum Schwanken brachte. Sie war wütend, nein, sie war rasend! Es war schon anstrengend genug für sie sich davon abzuhalten den armen Kerl anzufallen, oder ihm eine zu Scheuern. Mit aller Kraft nur versuchte sie ihre Hand wenigstens davon zurückzuhalten auf sein Gesicht zuzusausen. ER machte sie wirklich wütend! Wie konnte er solche Dinge nur sagen? Er wollte sein Leid verbreiten? Er wollte der Welt zeigen, was Leid bedeutete und sie aufwecken? “Ist es wirklich das, was die Menschen wollten, die für dich gestorben sind? Wollten sie wirklich, dass du dein ganzes Leben lang so fühlst und sogar noch versuchst andere diesen Schmerz spüren zu lassen? Das ist lächerlich!“ Sie verstand nicht wie er überhaupt so denken konnte. Eve wollte es auch gar nicht, da es nicht einmal im Ansatz den Idealen entsprach, denen sie in ihrem Leben gefolgt war! Al Nair begründete seinen Drang andere leiden zu lassen, damit dass er selbst es auch gespürt hatte. Wie konnte man nur so sein!? “Ich denke sie haben ihre Leben gegeben um andere glücklich zu machen…warum folgst du diesem Beispiel denn nicht? Warum versuchst du den Menschen nicht einfach ihre Freude zu lassen? Warum versuchst du nicht einfach sie so glücklich zu machen…wie du es gewesen wärst?“ Als sie auch noch dies sprach wirkte sie wieder ein wenig betrübt. Natürlich tat sie das, schließlich war dieser Mensch vor ihr einfach nur eine Enttäuschung! Er nutzte sein Leben dazu anderer Leben zu ruinieren, nur damit alle gleich sein konnten…das war doch falsch…oder?
Charakter Doriki: 1700(1730) Bounty/Rang: 25.000.000 Dazu posten?: Vorher nachfragen
Sa Nov 05, 2011 7:58 pm
Nair atmete einmal ganz tief aus, als er sich diese predigt von den beiden anhörte. Sie hatten doch keine Ahnung wie er sich gefühlt hat, wie konnten sie den bitte nachvollziehen? Niemand würde diesen Schmerz verstehen können ohne selbst genau so empfunden zu haben. Das war das Problem, sie wussten gar nicht was echtes Leid war. "Ihr versteht es einfach nicht...wenn einem alles genommen wird, kann man nicht mehr weiter leben...ich bin schon längst vor Jahren gestorben,,,aber Erlösung finde ich nur wenn ich mir dieses Ziel setze. Ich will der Welt nur zeigen, was sie machen muss, um auch selbst endlich frei zu sein." War es vielleicht, doch zuviel verlangt von ihm, dass sie ihn verstanden? Kann gut sein, doch sie würden auch selbst schnell feststellen, dass man ihn wohl nicht zu Vernunft bringen konnte. Nun aber wandte er sich explizit zu Azuka. "Ich entscheide nicht was Illusion oder Wahrheit ist...ich zeige sie den Menschen auf, was sie sehen oder wovor sie sich verschließen! Es gibt keinen anderen Weg!" Natürlich wirkte dies recht rasch, aber wenn Azuka diese Ansicht nicht gefiel, war dies nicht Nairs Schuld. Wenn sie einen besseren Weg kannte, dann sollte sie es ihm sagen, aber Nair bezweifelte dies doch vehement. Man hat nur das Bild, dass man sieht und der erste Eindruck ist eine Illusion, die ist immer so. Wir Menschen zeigen uns nie so wie wir wirklich sind, würden wir dies tun hätten wir kaum die Möglichkeit untereinander in Frieden zu leben. "Ich habe euch auch nicht, darum gebeten mir zu sagen wofür sie gestorben sind. Ihr Tod war mein verdienst, meine Schuld, meine Sturheit, meine Ignoranz die Illusion der Wahrheit vorgezogen zu haben. Alles was ich noch dafür tun kann, dass ihren Tod nicht vergebens war, ist zu verhindern, dass die Jemand irgendwann mein Schicksal teilen muss. Aber das klappt nur mit einer Erschütterung, ich muss diese Welt wachrütteln...ich will keinen Leid über diese Welt bringen...ich will ihr nur helfen" meinte Nair nun zu Eve, denn wenn man es so bedenkt, war es wirklich seine Schuld. Hätte er Lillian nicht versucht zu entführen, so wäre sie nie gestorben und genauso wenig sein Vater. Womöglich wäre er sein Leben lang unglücklich gewesen, aber dafür hätte sie und sein Vater noch die Chance gehabt weiterzuleben. "Wie du schon sagst, ich folge ihrem Beispiel...ich werde für diese Welt irgendwann mein Leben geben, um sie zu retten..." Natürlich waren seine Ansichten etwas radikaler, aber wie konnten sie ihm das verdenken. Wie konnten sie ihn den bitte verurteilen ohne selbst seinen Leid durchgemacht zu haben? Wenn sie seinen Schmerz nicht kannten, hatten sie auch kein Recht dazu, ihm zu sagen, ob er richtig handelte. Eve und Azuka waren einfach noch nicht an dem Punkt angelangt, wo Nair stand, dem Punkt wo es keine Einsicht gab. Nair konnte nicht glücklich sein, er könnte es einfach nie werden. Er wollte es verdrängen, diesen Schmerz. Er wünschte sich im tiefen inneren nichts anderes, als das was Eve meinte. Er wünschte sich, dass er weiterleben könnte ohne Reue, doch seine Seele verwehrte ihm dieses Glück.
Charakter Doriki: 1.000 Bounty/Rang: 15.000.000 Berry Dazu posten?: Vorher nachfragen
Sa Nov 05, 2011 8:15 pm
Schweigend lauschte Azuka nun auch den Worten von Eve, die sich ebenso aufzuregen schien wie sie selbst, und der Antwort des weißhaarigen Piraten. Die jedoch nichts besser machte. Nein, Azuka hatte nur das Gefühl, dass dieser Typ scheinbar total darauf stand, sich ununterbrochen selbst zu bemitleiden. Ihm war das größte Leid widerfahren, er konnte nicht frei sein, nicht leben, und es war seine Bestimmung anderen ebenfalls Leid zu bereiten. Was für grässliche Ansichten. Obwohl die Piratin sich eingestehen musste, dass sie vielleicht sogar etwas verständlich waren, wenn man bedachte was der Kerl hinter sich hatte. Er hatte sein Leben und seine Erfahrungen, und baute darauf seine Ansichten auf - wie es jeder tat. Er war damit nichts Besonderes, selbst wenn er sich das einbildete. Es war seiner Meinung nach nicht falsch... sein Ziel, anderen Menschen zu helfen, schien ehrlich zu sein. Wie konnte man ihm das also verübeln? Er hatte seine Art gefunden, mit seiner Vergangenheit umzugehen... auch wenn Azuka das für total bescheuert hielt, ebenso wie Eve es scheinbar tat. Die in Gedanken versunkene Piratin meldete sich schließlich deutlich ruhiger wieder zu Wort. »Was willst du tun? Willst du die Eltern des nächsten lachenden Kindes töten, das dir über den Weg läuft? Willst du ein ziviles Schiff in die Luft jagen? - Nein, das wäre zu einfach. Lieber öffentlich ein paar Leute hängen? Ja, ich bin sicher, das wird unser aller Horizont unglaublich erweitern... alle werden sich ja so befreit fühlen und von da an in Frieden und Freundschaft miteinander leben...« Ein verbittertes Lächeln hatte sich auf die Lippen des Mädchens geschlichen, das sich offensichtlich über die Ansichten des Mannes lustig machte. Ein wenig zumindest, denn eigentlich war es bloß ihr Ziel, mehr zu erfahren... Und das war eben ihre Art dies zu tun. Hatte ihr bisher immer weiter geholfen.